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HÄFEN IN VORPOMMERN

Hafen in Stralsund Schiff im Hafen von Wolgast

Es spricht für sich selber, dass es in einer zivilisierten Region am Meer wie in Vorpommern, in der mehrere hundert Kilometer Küstenlänge und außerdem noch ein paar Flüsse vorhanden sind, auch eine Vielzahl von teils größeren, teils kleineren Häfen gibt, von denen allerdings keiner in Verdacht steht, Weltbedeutung zu haben. Wenn man diese alle vorstellen wollte, würde das sicherlich den Rahmen dieser Website sprengen. Ein kleiner Überblick mit Schwerpunkten, oder anders gesagt: eine mehr oder weniger zufällige Auswahl muss daher genügen.

Anicht einer großen Fähre mit Ziel Neu-Mukran
Ansicht einer Skandinavien-Fähre von Sassnitz aus

Der Autor dieser Website mag besonders den Stadthafen in Sassnitz auf Rügen. Es ist ein wahres Vergnügen bei schönem Wetter, die mehr als einen Kilometer lange Mole hinauf- und hinab zu laufen und dabei den Blick über die Ostsee, die Stadt, die Hafengebäude, die Fischereiboote, die Jachten, ein ausgedientes U-Boot und andere Wasserfahrzeuge schweifen zu lassen. Heute ist der Stadthafen in Sassnitz im wesentlichen nur noch ein Fischereihafen und Anziehungspunkt für Touristen. Große Fährschiffe nach Skandinavien legen hier nicht mehr ab, sondern in Neu-Mukran, das etwa 10 Kilometer südlich von Sassnitz liegt. Der alte Abfertigungsterminal im Stadthafen, der heute übrigens als Museum für Unterwasserarchäologie genutzt wird, erinnert noch an die bis 1998 von hier aus nach Schweden abfahrenden großen Fähren.

Stadthafen SassnitzAlter Fährterminal
Stadthafen Sassnitz mit altem Fährterminal

Jachthafen in Lohme
Jachthafen in Lohme

Der kleine Jachthafen in Lohme auf Rügen zeichnet sich nicht durch eine außergewöhnliche Größe oder Konstruktion, sondern duch seine eindrucksvoll schöne Lage direkt an einer Steilküste aus. Vom hochragenden Abhang kann man ihn sozusagen aus der Vogelperspektive beobachten. Eine herrliche Aussicht! Lohme liegt übrigens etwa 10 Kilometer nördlich von Sassnitz.

Der Hafen der Hansestadt Stralsund am Strelasund, der Meerenge zwischen Rügen und dem Festland, ist wie der Hafen in Sassnitz ebenfalls ein Besuchermagnet für die vielen Touristen. Das Hafengebiet mit seinen großen alten Speichern wird vom Rest der Stadt durch einen kleinen Kanal abgetrennt: Daher kann man sogar von einer Hafeninsel in Stralsund sprechen. Vielleicht mag der eine oder andere beim Anblicke dieser Kanalstadtlandschaft ein bisschen an Venedig oder an niederländische Grachtenstädte denken.

Querkanal in Stralsund
Querkanal in Stralsund

Hafen in Stralsund mit Speichergebäuden, Ozeaneum und Gorch Fock
Hafen in Stralsund mit Speichergebäuden, Ozeaneum (links) und Gorch Fock (rechts)

Der Stralsunder Hafen dient heutzutage in wesentlichen Teilen als Liegeplatz für Jachten. Von hier fahren aber auch Fährschiffe nach Hiddensee. Manchmal entdeckt man auch kleinere Kreuzfahrtschiffe oder Frachter. Der wahre Blickfang im Hafen von Stralsund ist aber die Gorch Fock I, das ehemalige Segelschulschiff der Reichsmarine aus den Jahren 1932/33. Das Museumschiff ankert neben den großen Backsteinspeichern in unmittelbarer Nähe des Ozeaneum.

Innenstadt- bzw. Museumshafen Greifswald Klappbrücke in Greifswald-Wieck
Stadthafen in Greifswald und Klappbrücke in Wieck

Hafengelände in Wolgast
Hafengelände in Wolgast

Wer sich für historische Schiffe wie die Gorch Fock interessiert, ist ebenfalls gut im kleinen Stadthafen von Greifswald am Fluss Ryck aufgehoben. Mehrere um die 100 Jahre alte Frachtsegler reihen sich dort im so genannten Museumshafen aneinander. 4 Kilometer flussabwärts liegt an der Mündung des Ryck in die Ostsee der kleine Greifswalder Vorort Wieck. Nahe der gefälligen historischen Klappbrücke befinden sich Liegeplätze für Jachten, Fischerboote und das Segelschulschiff Greif entlang einer langen Promenade bzw. Flaniermeile, die mit einer kurzen Mole in die Ostsee endet. Ein nettes Plätzchen zum Schauen und Träumen!

Ein weiteres schönes Museumsschiff hat seinen wahrscheinlich endgültigen Stellplatz in Wolgast am Peenestrom gefunden. Im dortigen durchaus sehenswerten Hafengelände ankert das Eisenbahnfährschiff "Stralsund". Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und war bis 1990 in Dienst. Kurz vor der Mündung des Peenestroms in die Ostsee liegt noch das Dorf Freest mit seinem überaus hübschen Fischereihafen. Küsten- und Hochseefischerei werden hier von rund 30 kleinen Kuttern betrieben. Natürlich wird der frische Fang auch direkt am Hafen verkauft. Freest ist sicherlich kein Insidertipp mehr, aber wer schon einmal in der Nähe ist, sollte dort unbedingt hinfahren und sich die Kutter und Fischerhütten anschauen.

 

Historische Eisenbahnfähre in Wolgast
Historische Eisenbahnfähre in Wolgast

Hafen in FreestU461 in Peenemünde
Hafen in Freest und U461 in Peenemünde

Wenn man von Freest aus auf das andere Ufer des Peenestroms blickt, kann man Peenemünde auf der Insel Usedom erkennen. Der dortige Hafen ist in den 30iger Jahren des 20. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Errichtung der berühmt-berüchtigten Heeresversuchsanstalt entstanden. Ursprünglich wurde er dazu angelegt, um das unmittelbar angrenzende große Kraftwerk bequem per Schiff mit Kohle beliefern zu können. Zu DDR-Zeiten wurde der Hafen dann als Flottenstützpunkt genutzt. Heute befindet sich in dem ehemaligen Kraftwerk das Historisch-Technische Museum, das die Geschichte der lokalen Heeresversuchsanstalt unter vielfältigen Aspekten beleuchtet. An die Nutzung als Flottenstützpunkt erinnert noch im Hafen ein kleines Raketenschiff aus den Beständen der DDR-Volksmarine. Ebenfalls aus den Zeiten des Kalten Krieges stammt die U 461, ein großes, mit Dieselmotoren angetriebenes U-Boot aus der Sowjetunion, das 1991 außer Dienst gestellt wurde. Heute ist es als Museumsschiff in Peenemünde zugänglich.

Hafen Peenemünde mit ehemaligen Kraftwerk
Hafen Peenemünde mit Raketenschiff und ehemaligen Kraftwerk

Der östlichste Festlandhafen in Vorpommern befindet sich im kleinen Dorf Altwarp am Stettiner Haff nahe der deutsch-polnischen Grenze. Mittlerweile ist es in dem Ort nach der Einstellung der so genannten Butterfahrten recht ruhig geworden. Immerhin bietet aber noch ein ehemaliger Fischkutter interessante Ausflugsfahrten übers Haff u. a. ins Nachbarland an. Den Freunden schmackhaften Essens sei schließlich noch gesagt: Am Hafen befindet sich auch eine Fischverkaufsstelle der örtlichen Fischereigenossenschaft.

HafenLage des Dorfes
Hafen in Altwarp

© 2012 Andreas Reuter (seitdem nicht mehr aktualisiert)

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